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Unser Stadtarchiv - Das Gedächtnis der Stadt Buchholz

 


Das Buchholzer Stadtarchiv

 

Kirchenstraße 6

Telefon 04181-37929

Mail – stadtarchiv@buchholz.de

Stadtarchiv Online-Recherche

Frau Dörte Bölsche im neuen StadtarchivFrau Dörte Bölsche im neuen StadtarchivDas Buchholzer Stadtarchiv befindet sich in der Kirchenstraße 6 neben der Tourist-Information und unter der Stadtbücherei. Es ist an 5 Tagen in der Woche vormittags besetzt. Die Benutzung ist unentgeltlich und für Jedermann möglich. Besucher sollten allerdings vorher telefonisch oder per e-Mail einen Termin vereinbaren.


Das Archiv der Stadt Buchholz wurde 1983 eingerichtet – 10 Jahre bevor das Land Niedersachsen Kommunalarchive per Gesetz vorschreibt. Zunächst wird das städtische Archiv in einen ehemaligen Klassenraum in der Waldschule untergebracht. Nach vier Jahren siedelt es in einer 3-Zimmerwohnung in der Königsberger Straße um. Im Juni 2006 folgt der Umzug in die Kirchenstraße 6. Das Archiv wurde zunächst zweimal in der Woche ehrenamtlich betreut bis der Stadtrat 2001 beschließt, eine hauptamtliche Stelle einzurichten. Am 1. Dezember desselben Jahres tritt die Diplom-Bibliothekarin Dörte Bölsche ihren Dienst als Stadtarchivarin an.

Wollen Sie mehr über die Geschichte unserer Stadt erfahren? Dann besuchen Sie die Seite Stadtgeschichte.



Welche Arbeit wird im Stadtarchiv gemacht?

Das Stadtarchiv sammelt Unterlagen, die in Buchholz erstellt wurden oder über das Leben in Buchholz berichten. Damit wird das Stadtarchiv zum „Gedächtnis der Stadt“. (Fast) alles, was hier verwahrt wird, gibt es nur noch einmal. Diese „Unikate“ müssen gut geschützt werden. Je seltener sie angesehen und berührt werden, je seltener sie Licht und Wärme ausgesetzt sind, desto länger bleiben sie unbeschädigt. Deshalb müssen Besucher eines Archivs immer ein „begründetes Anliegen“ vortragen, um Archivalien einsehen zu können.

Das Stadtarchiv ist Teil der Buchholzer Stadtverwaltung. Im Stadtarchiv wird das archivwürdige Schriftgut aus der Verwaltung aufbewahrt. „Archivwürdig“ sind Akten und andere Unterlagen immer dann, wenn sie einmalig sind, Rechtstitel enthalten oder durch ihre Bedeutung zur dauernden Aufbewahrung geeignet oder bestimmt sind.

Das niedersächsische Archivgesetz und Empfehlungen des Deutschen Städtetages bestimmen die Rahmenbedingungen für die Archivierung. Bestimmte Akten aus der Verwaltung müssen archiviert werden z.B. Pressearbeit und alle Unterlagen über die Arbeit der Gemeinderäte. Welche Dokumente der Stadtverwaltung außerdem historische Bedeutung erlangen könnten, muss der Archivar in Eigenverantwortung beurteilen.

Alle Unterlagen der Verwaltung, die dort nicht mehr bearbeitet werden, müssen dem Stadtarchiv in Abgabelisten angezeigt werden. Der Archivar entscheidet, was ins Archiv übernommen wird. Im Stadtarchiv werden die angeforderten Akten von allen Metall- und Plastikteilen befreit. Doppelte Seiten, Kopien, Anschreiben und anderes Unwichtige werden entnommen. Durch dieses Aussortieren werden häufig aus dicken Aktenordnern dünne Mäppchen. Die verbleibenden Aktenteile kommen in eine säurefreie Mappe, Fotos in archivgeeignete Folie ohne Weichmacher. Alles wird in lichtdichte, säurearme Spezialkartons verpackt, die durchnumeriert werden.

Der Inhalt der Akten wird in einer Datenbank festgehalten. Sortiert wird nach laufender Nummer und nach Aktenplan. Außerdem gibt es einen Zugriff über Stich- und Schlagwort.  Das Stadtarchiv Buchholz benutzt eine Datenbank, die vom Freilichtmuseum am Kiekeberg entwickelt wurde. Mittlerweile sind mehr als  1000 Datensätze erfasst. Einmal im Jahr werden die Titel der Datensätze auf die Buchholz-Website geladen. So findet diese  Seite sogar im Ausland Beachtung: Es gab schon Anfragen aus Israel, Kanada und Australien.
Auch „Daten zur Stadtgeschichte“ können auf der Website runter geladen werden. Diese chronologische Datensammlung wird während der laufenden Archivarbeit erstellt. Wie vermerkt,  ist sie nicht abgeschlossen. Finden sich z.B. keine Daten aus dem Jahre 1968, so bedeutet dies nicht unbedingt, dass es keine Unterlagen aus diesem Jahr gibt, sondern nur, dass aus diesem Jahr noch keine Unterlagen archiviert wurden.

Im Stadtarchiv wurden seit 2001 mehr als 1000 Fotos digital erfasst. Die meisten davon sind auch als Original vorhanden, andere wurden von Bürgern zum Scannen zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus ist das Stadtarchiv auch  professioneller Aufbewahrungsort für „Heimatkundliches“. Dieses so genannte Sammlungsgut wird gekauft oder dem Archiv geschenkt. Dazu gehören neben Fotos auch Bücher von und über Buchholz, einschließlich Romanen. 2007 wurde unter andern  das Buch „Fleisch ist mein Gemüse“ erworben, ein Roman über eine Musikgruppe, die auf Schützen- und anderen Festen in der Nordheide auftrat. Das Buch „Der Hausmeister“ von Emanuel Eckardt, das das Leben im „Katharinenhof“ am Dibberser Mühlenweg karikiert, gehört schon länger zum Bestand des Stadtarchivs. Außerdem werden auch geschichtliche Bücher aus anderen Gemeinden des Landkreises gesammelt.

Zum Sammlungsgut gehören auch Fotos, Broschüren, Jahrbücher und andere Unterlagen von Vereinen, Verbänden, aus Wirtschaft und Kultur.

Im Jahr 2006 hat die Buchholzer SPD dem Stadtarchiv Akten aus den Jahren zwischen 1970 bis 1972 übereignet. Im Jahr davor hat der ehemalige Bürgermeister Hans-Heinrich Schmidt von der CDU dem Archiv Unterlagen aus seiner Zeit im Stadtrat  geschenkt. 2007 haben die Grünen Buchholz Akten zum Stadtarchiv gebracht.

Manchmal werden auch kleinere Gegenstände ins Stadtarchiv aufgenommen. Vor einigen  Jahren wurde im Internet eine „Gedenkmünze zur Einweihung der Ehrenhalle der Nationalsozialisten“ von 1934 gekauft. Ein Archiv ist allerdings kein Museum. Größere historische Andenken gehören ins Heimatmuseum des Geschichts- und Museumsvereins nach Seppensen. Dort wiederum lagerte  eine Sammlung der ehemaligen „Buchholzer Zeitung“ aus den Jahren 1962 – 1976, die das Stadtarchiv als Dauerleihgabe erhalten hat.

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