Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 01-06/0970

Betreff: Ausrichtung der städtischen Jugendarbeit
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales, Jugend und Senioren Vorberatung
21.11.2005 
25. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Senioren (offen)   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
08.12.2005    53. Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Rat der Stadt Buchholz i.d.N. Entscheidung
09.12.2005 
36. Sitzung des Rates der Stadt Buchholz i.d.N. ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:

 

Der strategischen Ausrichtung und Schwerpunktbildung der städtischen Jugendarbeit wird zugestimmt.

Begründung/Stellungnahme:

Begründung:

 

Vorbemerkungen

Im vergangenen Jahr wurden die Arbeitsschwerpunkte des Jugendzentrums und der Jugendpflege im Rat kritisch diskutiert. Die nun vorgelegte Drucksache soll die vorgenommenen Aktivitäten der Verwaltung und zukünftigen Aufgabenschwerpunkte darstellen und somit zu einem Abschluss der geführten Diskussion beitragen.

 

Einordnung der städtischen Jugendarbeit

Im Bereich der Stadt Buchholz i.d.N. sind diverse Träger im Bereich der Jugendarbeit tätig. Die systematische Darstellung der Tätigkeitsbereiche der einzelnen Träger wurde im “AK 13” erarbeitet und füge ich Ihnen zur besseren Einordnung der Arbeit des Jugendzentrums und der Jugendpflege als Anlage 1 der Drucksache bei.

 

Jugendzentrum

Die Arbeit des Jugendzentrums richtet sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen. Zum einen sollen benachteiligte und auffällige Jugendliche durch niederschwellige Angebote im offenen Jugendzentrumsbereich gefestigt werden. Hierzu zählen insbesondere die Vermittlung gesellschaftlicher Werte sowie Entwicklung gewaltfreier Konfliktlösungsstrategien.

 

Darüber hinaus hat das Jugendzentrum die sonstigen Jugendlichen als Zielgruppe, um ihnen ansprechende Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. Hierzu zählen insbesondere höherschwellige Angebote im kreativen Bereich, das Sommerferienprogramm sowie Kindertheaterprojekte.

 

Im Rahmen der politischen Diskussion wurde bemängelt, dass ein Ungleichgewicht der Zielgruppen in der Jugendzentrumsnutzung vorliegt.

Beiden Nutzergruppen gerecht zu werden, ist von der Zielsetzung nicht unproblematisch, da die benachteiligten und auffälligen Jugendlichen das Stammklientel darstellen. Die vorstehend genannten Probleme dieser Jugendlichen führen dazu, dass für die anderen Jugendlichen eine große Hemmschwelle zur Nutzung des offenen Bereichs des Jugendzentrums vorhanden ist. Zum Abbau dieser Hemmschwellen wurden im vergangenen Jahr erhebliche Anstrengungen unternommen, zusätzliche Angebote vorzuhalten. Insbesondere durch die Wiederbesetzung der vakanten Stelle und die zur Verfügungstellung zusätzlicher Honorarmittel wurden folgende zusätzliche Angebote unterbreitet:

 

Oktober 2004           Theaterprojekt für Mädchen von 13 – 15 Jahren (Aufführung im April 2005).

November 2004   Basketballturnier und Graffitti-Aktion in Kooperation mit dem Kulturbahnhof Holm-Seppensen.

November 2004   Internetschulung, zur Vertiefung des Internetführerscheins im Sommerferienprogramm 2004.

Dezember 2004   Benefizkonzert im Jugendzentrum; geplant und durchgeführt mit einer Projektgruppe des Fachgymnasiums für Gesundheit und Soziales.

Februar 2005           LAN-Party im Jugendzentrum.

April 2005                 Basketballturnier “Fair Play” mit der Polizei Buchholz unter Beteiligung vieler Schulen und Vereine.

Juni 2005                  Stadtmeisterschaft im Basketball mit der Polizei und Schulmannschaften sowie einer Mannschaft mit Jugendarbeitern der Stadt Buchholz.

Juni 2005                  Schnuppertag von zwei 7. Klassen der Waldschule während der Unterrichtszeit.

Juli/August 2005   Integratives Sommerferienprogramm mit der deutlichen Ausrichtung neue Besucherkreise durch Angebote im kreativen, handwerklichen, sportlichen und kulturellen Bereich zu gewinnen und Kinder mit Behinderungen in die Angebote zu integrieren.

Oktober 2005           Konzert mit einem bekannten Künstler des deutschen Sprechgesangs und einer Graffitti-Aktion auf dem Vorplatz. Zum Ausbau des Hip Hop-Projekts, nachdem im Mai die Betreuung des Projekts durch eine weitere Honorarkraft ausgeweitet wurde.

ab Februar 2005   Einführung eines Programms mit vielen neuen thematischen Angeboten in kreativen, sportlichen und lernorientierten Bereichen.

ab Herbst 2005   Ausbau und Anpassung des Programms mit neuen Angeboten durch den neuen Mitarbeiter und weitere Honorarkräfte.

 

Darüber hinaus konnte seit September eine Samstagsöffnung angeboten werden. Inwieweit diese eine Stärkung des Besuchermix unterstützt bleibt abzuwarten. Die derzeitige Besucherstruktur des Jugendzentrums habe ich in der Anlage 2 dargestellt.

 

Darüber hinaus wurden bzw. werden verstärkt Schulklassen ins Jugendzentrum eingeladen, um die Möglichkeiten im Jugendzentrum vorzustellen.

 

Zukünftig sollen diese Werbemaßnahmen noch verstärkt werden.

 

Das Hauptaugenmerk der Jugendzentrumsarbeit wird auch zukünftig auf einer gesunden Mischung der unterschiedlichen Zielgruppen liegen. Hierzu soll die Angebotsstruktur nachfragegerecht optimiert werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Printprojekt der Reso-Fabrik sowie flankierende Maßnahmen der Stadtjugendpflege durch Ausbildung von Teamern werden angestrebt.

 

Jugendpflege

Die Aufgaben der städtischen Jugendpflege sind einem ständigen Wandel unterlegen. Insbesondere ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach § 22 e NGO sowie die Erarbeitung von Präventionskonzepten nach Erlass des Kultusministers für die Schulen in der Trägerschaft der Stadt Buchholz i.d.N. hinzu gekommen.

 

In der Diskussion im vergangenen Jahr wurde bemängelt, dass die Tätigkeiten der Stadtjugendpflegerin “wenig sichtbar” sind und die Ausbildung ehrenamtlicher Teamer nicht durchgeführt wird.

 

Die Arbeit der städtischen Jugendpflege stellte sich in 2005 konkret wie folgt dar:

 

-     Ausbildung von JugendleiterInnen im Frühjahr 2005

-      Mitarbeit (während und nach der Ausbildung) in verschiedenen Projekten und Angeboten der Stadtjugendpflege:

       -            Museumsangebote für 8 bis 10-Jährige in den Osterferien

       -            Kurzfreizeit für Kinder in den Sommerferien

       -            Spielefeste anlässlich des Weltkindertages (20.09.)

-     Durchführung und Auswertung einer Befragung der Buchholzer Grundschulen und weiterführenden Schulen zu Angeboten der Prävention

-     Fortsetzung des Wahlpflichtfaches “soziale Kompetenzen” an der Realschule am Kattenberge im Schuljahr 2004/2005. Dieser Kurs mündet mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 in eine Arbeitsgemeinschaft an der Schule, in der die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler (insgesamt 11) zu Konfliktschlichtern ausgebildet werden. Gleichzeitig werden diese Schülerinnen und Schüler Paten der neuen Fünfklässler im kommenden Jahr. Dieses Angebot wird eingebettet in das Gewaltpräventionskonzept der Realschule am Kattenberge.

-     Erarbeitung eines Präventionskonzeptes für die Schulen in städt. Trägerschaft gem. Erlass des Kultusministeriums im Herbst 2005

-     Vorbereitung eines Projektes zur Suchtprävention (in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum), Durchführung Anfang 2006

-     Durchführung einer Mädchengruppe (bestehend aus 7. Klässlerinnen der Heide- und Waldschule) in Kooperation mit der Reso-Fabrik ab November 2005. Zielsetzung: Abbau der zunehmenden Gewaltbereitschaft unter Schülerinnen.

 

Für das kommende Jahr wird es im Bereich der Jugendpflege neben den klassischen Aufgaben Bezuschussung von Vereinen und Verbänden folgende Schwerpunktbildung vorgesehen:

 

1.     Regelmäßige Ausbildung von Teamer und Teamerinnen, insbesondere mit der Zielsetzung, ehrenamtlich Tätige für die Arbeit im Jugendzentrum zu gewinnen.

 

2.     Reaktivierung des Stadtjugendrings (hierzu ergeht eine gesonderte Drucksache).

 

3.     Fortführung der begonnenen Konfliktschlichterausbildung.

 

4.     Durchführung von Freizeitangeboten (Museumsprogramm in den Osterferien, Kurzfreizeit in den Sommerferien) als Ergänzung der Ferienangebote des Jugendzentrums.

 

5.     Umsetzung weiterer Beteiligungsprojekte, hier vor allem der geplante Ersatzbau einer Skateranlage sowie die Beteiligung von Kindern an der Spielplatzplanung bei bereits bestehenden Spielplätzen (“Spielplatzbedarfsplanung”).

 

 

Berichtswesen

Um in Jugendfragen den Dialog zwischen Verwaltung und Politik kontinuierlich zu gestalten, wird die Verwaltung jährlich detailliert über die Entwicklung der einzelnen Bereiche und zukünftigen Projekte berichten.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine

Anlagen:

Anlagen:

 

1.  Übersicht über die Tätigkeitsbereiche der Träger

2.     Besucherstruktur im Jugendzentrum



 

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