Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 01-06/0613.015

Betreff: Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes
Parkraumkonzept Buchholz i.d.N. - Fahrradstation am Buchholzer Bahnhof
hier: Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und BUB/IDA vom 10.01.2006
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
DS 01-06/0613.014
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Vorberatung
25.01.2006 
43. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (offen)   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
09.02.2006    56. Sitzung des Verwaltungsausschusses ungeändert beschlossen   
Rat der Stadt Buchholz i.d.N. Entscheidung
28.02.2006 
37. öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Buchholz i.d.N. ungeändert beschlossen   
Anlagen:
DS 613.015 VEP.Radstation  

Den umseitig abgedruckten Antrag der SPD-Fraktion gebe ich hiermit zur Kenntnis

Den nachfolgend abgedruckten Antrag gebe ich hiermit zur Kenntnis.

 

Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, sowie der Gruppe vom 10.01.2006

 

Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. beschließt:

 

1.   Der Verkehrsentwicklungsplan ist um die Zielsetzung “Einrichtung einer Fahrradstation für den Radverkehr am Buchholzer Bahnhof” zu ergänzen.

     

2.   Die Verwaltung wird gebeten, hierfür die erforderlichen Untersuchungen (genaue Bedarfsermittlung, Standortvorschläge, Bau - und Betriebsvarianten, Baukosten, Beantragung von GVFG-Zuschüssen, Prüfung etwaiger Betreibermodelle im Zusammenhang mit einer Service-Station, etwaige Anpassung von B-Plänen etc.) vorzunehmen.

Begründung/Stellungnahme:

 

Begründung:

Siehe beigefügten Antrag.

 

 

Stellungnahme der Verwaltung:

 

Aus Sicht der Verwaltung besteht, wie in der DS 0613.013 erwähnt, grundsätzlicher Bedarf, diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Bereich des Bahnhofes zu schaffen, zu optimieren  bzw. zu erweitern.

Heute werden knapp 400 Fahrräder am Bahnhof abgestellt. Für den überwiegenden Teil dieser Fahrradpendler, ist die Möglichkeit, das Fahrrad sicher unterzubringen von hoher Bedeutung. Es zeigt sich, dass überall dort, wo abschließbare Abstellmöglichkeiten angeboten werden, von der Möglichkeit, per Rad zum Bahnhof zu fahren, stärker Gebrauch gemacht wird. (In Lüneburg ist bspw. die Zahl der Fahrradpendler nach Eröffnung der Fahrradstation von 450 auf knapp 1200 Fahrradpendler gestiegen). Die Zahl der Abstellmöglichkeiten sollte daher nicht nur die heutige Nachfrage abdecken, sondern im Sinne einer Angebotsplanung schrittweise auch einer weiterhin steigenden Nachfrage gerecht werden.

 

Zur Deckung des Bedarfes an Abstellmöglichkeiten bestehen dabei grundsätzlich folgende Möglichkeiten:

 

1.) Abschließbare und gebührenpflichtige Fahrrad(einzel)boxen,  wie sie bspw. an den Bahnhöfen Winsen oder Bad Oldesloe (224 Stück) bewährt haben, bieten einen optimalen Schutz vor Diebstahl und Vandalismus. Trotz der Gebühren (10 € im Monat / ca. 90 € im Jahr) werden die Boxen sehr stark nachgefragt, so dass die Zahl der Boxen mehrfach erhöht werden musste.

Aufgrund der auch in Buchholz bestehenden Nachfrage (bspw. nach den Sammelkäfigen, die nur suboptimalen Schutz bieten) wäre mittel- bzw. langfristig ein Bedarf von ca. 200 bis 400 Boxen zu erwarten. Alleine aufgrund des erheblichen Flächenbedarfes wären die Boxen auf mehrere Standorte zu verteilen.

An Kosten wären überschlägig bis zu 0,4 Mio. € zu erwarten (400 x 1000 €), wobei bei eine Förderung über GVFG-Mittel möglich ist.

 

2.) In einer sog. Fahrradstation bspw. nach Lüneburger Vorbild können nicht nur Fahrräder sicher aufbewahrt werden, sondern auch Mieträder ausgegeben werden, und in einem integrierten Fahrradladen auch kleine Servicearbeiten und Reparaturen durchgeführt werden.

Ausreichend große städtische Flächen stünden am nördlichen und südlichen Abgang der neuen Fußgängerbrücke zur Verfügung.

Bei einer Auslegung bspw. für 500 Fahrräder würde eine solche Fahrradstation überschlägig  ca. 1 Mio € kosten, wobei wiederum eine Förderung über GVFG möglich ist.

Nach ersten Einschätzungen erscheint bei modernen Fahrradstationen (mit automatischen Zugangssystemen / “Fahrradschleusen” für den Nachtbetrieb) ein kostendeckender Betrieb –spätestens nach einer gewissen Übergangszeit - als realistisch.

 

Im Vergleich der verschiedenen Möglichkeiten weisen Fahrradstationen gegenüber Boxenlösungen folgende Vorteile auf:

·         Über das Angebot der Fahrradaufbewahrung hinaus, bieten die Fahrradstationen zusätzliche fahrradbezogene Dienstleistungen an, die erfahrungsgemäß von Fahrradpendlern aber auch von Besuchern gerne in Anspruch genommen werden.

·         Da Fahrradstationen personell (tagsüber) durchgängig besetzt sind, wäre die Erbringung weiterer Dienstleistungen (Auskünfte, Verkauf von Citycards, das Bereithalten von Toiletten o.ä.) optional nicht nur möglich, sondern bietet sich angesichts der zentralen Lage geradezu an.

·         Durch die regelmäßige personelle Besetzung (abends bis 19/20 Uhr) wird im Bahnhofsumfeld eine gewisse soziale Kontrolle erreicht, und damit auch eine subjektiv deutlich höhere Sicherheit. Angesichts der Bestrebungen der Bahn, den Fahrkartenverkauf zukünftig noch stärker über Automaten und das Internet abzuwickeln, und somit Schalterstunden eher einzuschränken als auszuweiten, ist dieser Aspekt nicht zu vernachlässigen.

·         Es zeigt sich, dass in Folge von Fahrradstationen ein sehr viel größerer Zuwachs an Fahrradpendlern zu verzeichnen ist (in Lüneburg bspw. Zuwachs um 280 % !).

Die Mehrkosten der Fahrradstation können insofern im Einzelfall durch erhebliche Minderkosten bei der Ausweitung von P&R-Stellplätzen mehr als kompensiert werden.

 

Im Ergebnis wird vorgeschlagen, die Realisierbarkeit einer Fahrradstation in zwei Stufen näher zu prüfen:

 

- In 2006 könnten durch erste Voruntersuchungen die erforderliche Größe und Lage der Fahrradstation, die zu erwartenden Investitions- und Betriebskosten, sowie mögliche Betreibermodelle abgeklärt werden.

 

- In 2007 wären dann für die dringende Erweiterung der Park & Ride – Anlagen qualifizierte Antrags-/Planungsunterlagen zu erarbeiten, die für die Beantragung von GVFG-Fördermitteln unumgänglich ist. In diesen Ausarbeitungen sind ohnehin die Bedarfe der Kfz-Pendler ebenso wie die der Fahrradpendler zu ermitteln und in den Planungen aufeinander abzustimmen. Von daher bietet es sich an, die vorgesehene Beantragung von Fördermitteln für eine neue Park & Ride – Anlage gleichzeitig mit der Beantragung von Fördermitteln für eine Fahrradstation zu kombinieren.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

Planungskosten "Park & Ride" sowie "Bike & Ride" zur Vorbereitung der Aufnahme in das mittelfristige GVFG-Programm, überschlägig 50.000 € im Haushalt 2007 (vgl. DS 0613.013).

Anlage:

Anlage:

 

Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, sowie der Gruppe vom 10.01.2006

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich DS 613.015 VEP.Radstation (60 KB)      
Stammbaum:
DS 01-06/0613.014   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes - Parkraumkonzept Wohnmobilstellplatz hier: Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Buchholz i.d.N. vom 4.10.2005   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 01-06/0613.015   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Parkraumkonzept Buchholz i.d.N. - Fahrradstation am Buchholzer Bahnhof hier: Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und BUB/IDA vom 10.01.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 01-06/0613.016   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen hier: Ergänzungsantrag zur DS 0616.013 der FDP-Fraktion vom 23.01.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 01-06/0613.017   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Parkraumkonzept Buchholz i.d.N. hier: Zusatz zum Beschlusstext   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Information
DS 01-06/0613.018   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen (Antrag der FDP-Fraktion vom 23.01.2006, umgedruckt mit DS 0613.016 vom 25.01.2006) hier: Stellungnahme der Verwaltung   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Information
DS 01-06/0613.019   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Parken in Buchholz gem. Antrag der FDP-Fraktion vom 14.02.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 01-06/0613.020   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Parken in Buchholz gem. Antrag der FDP-Fraktion vom 14.02.2006 Hier: Stellungnahme der Verwaltung   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 01-06/0613.021   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Hier: Interfraktioneller Antrag von BUB/IDA/Bündnis 90/Die Grünen/SPD vom 28.02.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Information
DS 01-06/0613.022   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes Parken in Buchholz gem. Antrag der FDP-Fraktion vom 14.02.2006 Hier: Ergebnis der Beratung im StEWAV am 15.03.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 01-06/0613.023   Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes - Parkraumkonzept Wohnmobilstellplatz Prüfauftrag des Verwaltungsausschusses vom 26.01.2007 (DS 01-06/0613.014)   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Information


 

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