Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 06-11/0055

Betreff: Bauleitplanung der Stadt Buchholz i.d.N.
hier: Aufstellung eines Bebauungsplanes am "Fasanenstieg", Ortschaft Steinbeck
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
OR Steinbeck Vorberatung
Ausschuss für Umwelt und Planung Vorberatung
17.01.2007 
1. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung (offen)   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
18.01.2007    2. Sitzung des Verwaltungsausschusses ungeändert beschlossen   
Rat der Stadt Buchholz i.d.N. Entscheidung
23.01.2007 
3. öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Buchholz i.d.N. ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Anlage DS 06-11-0055  

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. beschließt:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderliche Bauleitplanung (Bebauungsplan “Fasanenstieg”, FNP-Änderung) auf der Grundlage eines zu erstellenden Städtebaulichen Vertrages mit Planungskostenübernahme durch den Vorgabenträger einzuleiten.

Begründung/Stellungnahme:

Begründung:

 

Siehe S. 2


 

 

Begründung

 

Rahmenbedingungen

 

Der LK Harburg ist bezogen auf seine Bevölkerungsentwicklung auch weiterhin einer der prosperierendsten Räume in Niedersachsen. Durch die Nähe zur Metropole Hamburg ist die Region Zielgebiet eines anhaltenden Siedlungsdrucks aus dem Verdichtungsraum. Daher ist auch im Regionalen Raumordnungsprogramm für den LK Harburg (RROP) das Mittelzentrum Buchholz als Standort mit der Schwerpunktaufgabe Sicherung und Entwicklung von Wohnstätten ausgewiesen.

 

Die Flächen am “Fasanenstieg” liegen am westlichen Rand eines zusammenhängenden Siedlungsbereiches und sind im wirksamen FNP 2020 als “Wohnbaufläche” und “Grünfläche” dargestellt. Aktuell strebt die Niedersächsische Landgesellschaft mbH (NLG) als Investor die Entwicklung dieser Flächen zum Zwecke der Wohnbebauung an (vgl. Anlage). Für die Entwicklung eines Baugebietes ist es erforderlich, einen Bebauungsplan aufzustellen (B-Plan “Fasanenstieg”). In einem kleinen Teilbereich sollte auch der FNP geändert werden, da die hier als Ortsrandabgrenzung dargestellte “Grünfläche” zur geplanten nördlich angrenzenden Bebauung “Kattenberg-Nord” nicht länger sinnvoll ist.

 

Historie / Eignung

 

Im FNP 78 wurden die Flächen im Bestand (im “Innenbereich”) als “Wohnbaufläche” und die im “Außenbereich” liegenden Bereiche als “Flächen für die Landwirtschaft” dargestellt.

Die Freiflächen am “Fasanenstieg” wurden im Zusammenhang mit der nördlich angrenzenden Fläche “Am Kattenberge” im Rahmen der Wohnbauflächenuntersuchung begutachtet. Die 1995 abgeschlossene Wohnbauflächenuntersuchung war ein wesentlicher Schritt für die künftige Wohnbaulandentwicklung von Buchholz und eine wichtige Vorgabe für die weitere Flächenentwicklung. Diese Untersuchung war daher eine bedeutende Grundlage der Erörterungen zu den Flächendarstellungen im jetzt wirksamen FNP 2020.

 

Im Ergebnis wird die abgelegene Randlage innerhalb des Kernstadtbereiches als ungünstig bewertet. Den recht guten Gegebenheiten öffentlicher Infrastruktur (Schule, Kindergarten, ...) steht die schlechte Versorgung mit Geschäften der Nahversorgung, der große Abstand zur Innenstadt sowie die trotz der Ortsrandlage eingeschränkten Freizeit- und Naherholungsmöglichkeiten gegenüber.

Hinsichtlich der Lebensmittelversorgung verbessert sich aktuell die Situation durch den Bau der Einzelhandelsmärkte am “Sprötzer Weg” sowie im “Fachmarktzentrum Vaenser Heide”.

Wie jede Fläche die in den offenen Landschaftsraum hinein reicht, weist auch diese Fläche unter Umweltaspekten ein hohes Konfliktpotential auf. Innerhalb der Fläche befinden sich Waldflächen, die jedoch größtenteils nur geringen ökologischen Wert haben (aufgewachsene Tannenbaumkultur).

Die durch das vorliegende Baugebiet ausgelösten Verkehre könnten nach erster Einschätzung noch über das vorhandene Straßennetz abgewickelt werden. Die durch das benachbarte Projekt "Kattenberg-Nord / Iduna" zu erwartenden Verkehre bedürfen - wie in der DS 06-11/0027.001 ausgeführt -  jedoch einer verkehrsplanerischen Begutachtung, welche die Erforderlichkeit eines leistungsfähigen, separaten Verkehrsanschlusses an die B75 erwarten lassen. Daher wird zusammen mit der vorliegenden Planung eine gemeinsame verkehrsplanerische Betrachtung erforderlich, um hier geeignete und verträgliche Verkehrsanbindungen für beide Gebiete entwickeln zu können. 

Der “Fasanenstieg” ist nicht ausgebaut. Positiv ist die bereits vorhandene Anbindung an den Stadtbus.

 

Zusammenfassend wird diese Fläche, obgleich siedlungsstrukturell und verkehrlich nicht optimal, als alternativ zu entwickelnde Wohnbaufläche mit geringerer Verdichtung empfohlen.

Mit Bezug auf die Wohnbauflächenuntersuchung wurde die Fläche im Zuge der Neuaufstellung des FNP 2020 schließlich als “Wohnbaufläche” und im Bereich der Hochspannungsleitung als “Grünfläche” dargestellt.

 

Aufgrund der aus verschiedenen Gründen ungewissen Verfügbarkeit anderer Flächen (z.B. “Rütgersfläche”) und da weitere im FNP als “Wohnbaufläche” dargestellten Flächen bereits umgesetzt wurden (z.B. “Buenser Weg”), wird empfohlen die Fläche zusammen mit den nördlich angrenzenden Flächen als neuen Siedlungsraum zu entwickeln. Im Zusammenhang mit der nördlich angrenzenden Bebauung “Kattenberg-Nord” besteht die Chance den Ortsrand von Steinbeck attraktiv auszugestalten.

 

Planverfahren

 

Für diesen Bereich wäre ein Bebauungsplan aufzustellen und ggf. der FNP zu ändern. Alle erforderlichen planungsrelevanten Arbeiten sind im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages gem. § 11 BauGB von den Begünstigten (Investor: NLG) zu finanzieren.

Zu den entstehenden Kosten gehören:

·         Erarbeitung von Städtebaulichen Entwurfskonzeptionen

·         Die Durchführung der Bauleitplanverfahren (FNP, B-Plan) mit Erarbeitung der Entwürfe der Bauleitpläne, des Umweltberichtes und grünordnerischen Leistungen mit Monitoringkonzept. Die Bearbeitung wird an ein externes Planungsbüro vergeben

·         Die Bereitstellung von Ausgleichsflächen im Rahmen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung sowie Waldkompensation

·         Ein Entwässerungstechnisches Vorkonzept durch ein externes Ingenieurbüro, um gegenüber der unteren Wasserbehörde den Nachweis der geregelten Entwässerung nachweisen zu können

·         Verkehrskonzept mit Erarbeitung von Erschließungslösungen durch ein externes Ingenieurbüro

·         Ggf. ein schalltechnisches Gutachten durch ein externes Ingenieurbüro

·         Die Sozialen Folgekosten, also Ermittlung inwieweit gemeindliche Aufwendungen zur Sicherstellung der Kindergarten- und Schulversorgung im Gemeindegebiet notwendig sind.

Die o.g. Sachverhalte werden im Rahmen des städtebaulichen Vertrages verankert.

 

Ziel und Zweck der Bauleitplanung soll die Nutzung als Wohngebiet in dem für die umliegende Bebauung in Steinbeck prägenden Maßstab sein. Besonderes Augenmerk ist auf die Ausbildung des Ortsrands und die Berücksichtigung sowie Verknüpfung mit der angrenzenden Bebauung zu legen. Im Rahmen der Planbearbeitung sind die Immissionen der B 75 sowie die das Gebiet querende 110 KV Hochspannungsleitung der EWE zu berücksichtigen.

 

Neben bereits bebauten Flächen und der Hochspannungsleitung, befinden sich Waldflächen, Ackerflächen und eine extensiv genutzte Wiese im Plangebiet. Der Fasanenstieg ist nicht ausgebaut. Das Plangebiet “Fasanenstieg” umfasst neben diversen privaten Einzeleigentümern auch städtische Flächen. Die Stadt beabsichtigt mit Ihren Flächen (ca. 1,4 ha) familienfreundliches Wohnen zu fördern. Insgesamt beträgt die Plangebietsgröße ca. 8,5 ha.

 

Direkt nördlich angrenzend befindet sich das im FNP 2020 ursprünglich als “Wohnbaufläche” dargestellte Areal am “Am Kattenberg-Nord”. Ein weiterer Investor beabsichtigt, dieses sehr große Areal für die Wohnbebauung zu entwickeln (vgl. DS 06-11/0027.001). Auch hier ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes sowie die Änderung des FNP erforderlich.

 

Es ist sinnvoll, beide Verfahren parallel zu bearbeiten, um die Erschließungsprobleme - insbesondere die Verkehrsanbindung – zu lösen und die Pläne aufeinander abzustimmen.

 

 

 

Dieser Drucksache ist eine Übersichtskarte beigefügt, die eine mögliche Abgrenzung des Plangebietes “Fasanenstieg” sowie des nördlich angrenzenden Gebietes “Kattenberg-Nord” zeigt. Die genauen Abgrenzungen werden auf Grundlage der Städtebaulichen Konzepte und sich im Planverfahren ergebenden Anforderungen im Rahmen der Aufstellungsbeschlüsse festgelegt.

 

Zeitplan

 

Nach Einholung des vorliegenden Grundsatzbeschlusses ist zunächst der Städtebauliche Vertrag zwischen Investor (NLG) und Stadt in den politischen Gremien zu beraten und anschließend abzuschließen. Anschließend erfolgt im Rahmen der Frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 (1) sowie der Behördenbeteiligung gem. § 4 (1) mit den bis dahin vorliegenden Konzepten die Beteiligung des Ortsrates, um im Sinne der NGO die besonderen Ortskenntnisse der Ortschaft frühzeitig zu erfassen.

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Noch nicht bekannt.

 

Anlage/n:

Anlagen:

 

Übersichtskarte

Schreiben der NLG vom 06.12.2006

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage DS 06-11-0055 (327 KB)      
Stammbaum:
DS 06-11/0055   Bauleitplanung der Stadt Buchholz i.d.N. hier: Aufstellung eines Bebauungsplanes am "Fasanenstieg", Ortschaft Steinbeck   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 06-11/0055.001   Bauleitplanung der Stadt Buchholz i.d.N. hier: Antrag der SPD-Fraktion vom 17.01.2007   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 06-11/0055.002   Bauleitplanung der Stadt Buchholz i.d.N. hier: Ergänzungsantrag der CDU- und FDP-Fraktion vom 17.01.2007   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 06-11/0055.003   Bebauungsplan "Fasanenstieg", Ortschaft Steinbeck Anhörung des Ortsrates Steinbeck gem. § 55g NGO   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Information
DS 06-11/0055.004   Bebauungsplan "Fasanenstieg", Ortschaft Steinbeck Vorstellung des Plankonzeptes zur Vorbereitung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 (1) BauGB sowie zustimmende Kenntnisnahme   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung


 

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