Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 06-11/0036.002

Betreff: Kreuzung Bremer Straße / Neue Straße / Schützenstraße
Stellungnahme der Verwaltung:
Prüfergebnis zum Antrag der Ratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen vom 07.11.2006
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
DS 06-11/0036.001
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt und Planung Vorberatung
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Anlagen:
Anlage DS 6-11 0036002 Skizzen Varianten Neue Str Bremer Str  

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen vom 7.11.2006:

 

Der VA der Stadt Buchholz i.d.N. beschließt:

 

1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob es möglich ist, die Bremer Straße vor der Einmündung in die Neue Straße /Schützenstraße auf ca. 50 bis 100m so zu verbreitern, dass eine eigene (ggf. schmalere - wie in der Einmündung der Neuen Straße) Rechtsabbiegespur in die Neue Straße eingerichtet werden kann. Des weiteren ist zu prüfen, ob die Lichtsignalanlage so umgestaltet werden kann, dass ein Abbiegen aus der Bremer Straße möglich ist, während der Verkehr aus der Neuen Straße grün hat.

 

2. Vorsorglich sind für diese Maßnahme im Vermögenshaushalt € 100.000,-- (für Planung, Grundstücksankauf - soweit erforderlich - und Umsetzung) einzustellen.

 

3. Die Verwaltung wird außerdem beauftragt zu prüfen, ob für diese Maßnahme Fördermittel eingeworben werden können.

 

 

Anm.: Punkt 1 des o. Antrages wurde in der Sitzung des UmPlan am 17.01.2007 sowie in der VA - Sitzung am 18.01.2007 einstimmig beschlossen, Punkt 2 wurde abgelehnt, Punkt 3 zurückgezogen.

 

Begründung/Stellungnahme:

 

Stellungnahme der Verwaltung

Die Verwaltung hat insgesamt 4 Alternativen zur Optimierung des Straßenknotens Bremer Straße / Neue Straße / Schützenstraße geprüft. Neben den drei im o.g. Antrag genannten Varianten (Optimierung der Lichtsignalanlage, Aufweitung der  Fahrspur in der Bremer Straße, Einrichtung einer "echten" Abbiegespur) wurde zusätzlich als Maximalvariante die Einrichtung eines kleinen Kreisverkehrsplatzes geprüft. Anhand der Entwurfsskizzen (Anlagen 1 - 3) kann nachgewiesen werden, dass alle Varianten, die einen Umbau der Kreuzung vorsehen, auf den zur Verfügung stehenden städtischen Verkehrsflächen technisch umsetzbar wären.

Die Prüfung der einzelnen Varianten hat folgendes ergeben:

 

Variante 1: Umgestaltung der Lichtsignalanlage

Die bestehende Lichtsignalregelung ist nicht weiter optimierbar. Der Grund liegt u.a. darin, dass in der Schützenstraße keine längeren Rückstaus durch Linksabbieger in Richtung Neue Straße zugelassen werden können, weil sonst der geradeaus in die Bremer Straße fließende Verkehr sowie andere Knotenpunkte, Einmündungen und Ausfahrten blockiert würden. Durch eine Induktionsschleife in der Schützenstraße wird gewährleistet, dass der Rückstau hier eine bestimmte Länge nicht überschreitet. Bei Erreichen dieser maximalen Rückstaulänge wird automatisch die Grünphase für den aus der Schützenstraße kommenden Verkehr verlängert und dem Linksabbieger eine eigene Grünphase zugeschaltet. Dies hat zur Folge, dass sich die Grünphase für den aus der Bremer Straße kommenden Verkehr verkürzt.

Variante 2: Aufweitung der Fahrspur in der Bremer Straße („unechte“ Rechtsabbiegespur - siehe Anlage 1)

Eine „kleine“ Lösung wäre - wie im o.g. Antrag vorgeschlagen - eine geringfügige Aufweitung der stadteinwärts führenden  Fahrspur in der Bremer Straße, damit sich Geradeausfahrer und Rechtsabbieger nebeneinander aufstellen können. Die Geradeausfahrer würden dann durch die Rechtsabbieger weniger blockiert werden. Gleichwohl ist eine nennenswerte Verbesserung nicht zu erzielen, da die o.g. Induktionsschleife weiterhin die Länge der Grünphasen begrenzen wird.

Leider müsste zusätzlich an der Einmündung der Neuen Straße aus Sicherheitsgründen der „Grüne Pfeil“ entfernt werden, so dass Rechtsabbieger nicht mehr bei Rot in die Schützenstraße einbiegen könnten. Die zu Spitzenzeiten bereits auftretende Staubildung in der Neuen Straße würde sich verstärken.

Einer geringfügigen Verbesserung in der Bremer Straße stünde insofern eine deutliche Verschlechterung in der Neuen Straße gegenüber.

Hierdurch wäre auch der Busverkehr (Stadtbus, KVG) beeinträchtigt. Der Stadtbus hat zu den Hauptverkehrszeiten ohnehin schon Mühe, die Taktzeiten einzuhalten. Für die von der Neuen Straße in die Bremer Straße bzw. in die Schützenstraße einbiegenden Busse würden sich zusätzliche Zeitverluste ergeben.

Da sich für den Straßenknoten insgesamt keine Vorteile ergeben, sollte von einer Umsetzung dieser Variante abgesehen werden.

Variante 3: Einrichtung "echter" Abbiegespuren (siehe Anlage 2)

Bei der Anlage von regulären Abbiegespuren könnten die Abbiegeströme besser entflochten werden. Hierfür müsste die Fahrbahn der Bremer Straße aufgeweitet werden. Zugleich wäre aber auch eine geringfügige Aufweitung der Fahrbahn der Neuen Straße erforderlich, um auch hier reguläre Abbiegespuren zu schaffen. Nur durch eine solche, vollständige Entflechtung (und separate lichtsignaltechnische Freischaltung) der Abbiegeströme könnten die Nachteile, die sich durch den Entfall des „Grünen Pfeils“ ergeben, wieder kompensiert werden.

Durch diese Umbaumaßnahmen würde sich der Verkehrsfluss geringfügig verbessern. Insgesamt müssten allerdings in zwei Straßenzügen die Fahrbahnen aufgeweitet werden, was mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre.

Variante 4:  Anlage eines kleinen Kreisverkehrsplatzes (Abb. Anlage 3)

Für den Autoverkehr würden sich geringfügige Verbesserungen in Form eines gleichmäßigeren Verkehrsflusses ergeben. Nachteile für den Busverkehr können durch Bedarfsampeln (in zwei Straßenzügen) vermieden werden. Für Fußgänger und Radfahrer wird die Überquerbarkeit der Kreuzung verbessert, da die z.T. sehr langen Rotzeiten entfallen. Nur für ältere Menschen, die sich auf lichtsignalgeregelten Überwegen oft sicherer fühlen, wäre eine solche Neugestaltung gewöhnungsbedürftig.

Die Anlage eines kleinen Kreisverkehrsplatzes würde voraussichtlich eine spürbare Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringen.

Die Maßnahme wäre allerdings auch die aufwendigste der geprüften Varianten, da der gesamte Kreuzungsbereich einschließlich des Eingangsbereiches der Fußgängerzone neu gestaltet werden müsste.

 

Zusammenfassende Empfehlung

Die Prüfung hat ergeben, dass sich durch untersuchten Varianten 1 und 2  keine Verbesserung erreichen lässt. Die Varianten 3 und 4 würden zwar zu Verbesserungen führen, die Realisierung dieser Maßnahmen wäre aber jeweils mit einem erheblichen Aufwand verbunden.

In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass nach Realisierung der geplanten Südtangente eine Umgestaltung der Kreuzung Bremer Straße / Neue Straße / Schützenstraße verkehrstechnisch nicht mehr erforderlich wäre.

Aus Verwaltungssicht kann deshalb eine Umgestaltung der Kreuzung derzeit nicht empfohlen werden.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine

Anlage:

Anlagen

 

Anlage 1: Variante 2 - aufgeweitete Fahrstreifen

Anlage 2: Variante 3 - "Echte" Abbiegespuren

Anlage 3: Variante 4 - Kleiner Kreisverkehrsplatz

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage DS 6-11 0036002 Skizzen Varianten Neue Str Bremer Str (367 KB)      
Stammbaum:
DS 06-11/0036   Kreuzung Bremer Straße / Neue Straße / Schützenstraße hier: Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 07.11.2006   FB 40 - Stadtentwicklung   Entscheidung
DS 06-11/0036.001   Kreuzung Bremer Straße / Neue Straße / Schützenstraße hier: Stellungnahme zum Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 07.11.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Entscheidung
DS 06-11/0036.002   Kreuzung Bremer Straße / Neue Straße / Schützenstraße Stellungnahme der Verwaltung: Prüfergebnis zum Antrag der Ratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen vom 07.11.2006   FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   Information


 

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