Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 06-11/0240

Betreff: Lärmsanierungsmaßnahmen an Schienenwegen des Bundes, Ortsdurchfahrt Buchholz
hier: Vorstellung der geplanten Maßnahmen durch die DB Projektbau GmbH
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
OR Sprötze Vorberatung
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Buchholz i.d.N. Vorberatung
Ausschuss für Umwelt und Planung Vorberatung
28.11.2007 
9. Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung (offen)   
Anlagen:
Übersichtskarte mit Lage der Lärmschutzwände  
Stellungnahme der Verwaltung vom 01.10.2007  

 

Begründung/Stellungnahme:

Lärmsanierung des Bundes

Der Bund stellt seit 1999 erhebliche Mittel zur Lärmsanierung von besonders hoch belasteten Bahnstrecken bereit.

Mit dem „Gesamtkonzept Lärmsanierung“ sind seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) alle Ortsdurchfahrten definiert worden, in denen Lärmsanierungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Gemäß der „Richtlinie für die Förderung von Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ („Förderrichtlinie“) sind im Bereich der festgelegten Ortschaften (unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit) Maßnahmen anzustreben, mit denen eine Einhaltung der Sanierungsgrenzwerte von 70 dB(A) tagsüber bzw. 60 dB(A) nachts in reinen und allgemeinen Wohngebieten sichergestellt wird.

Die Entscheidung darüber, in welchem Umfang welche Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden, erfolgt anhand von Kriterien, die in der o. g. „Förderrichtlinie“ festgelegt sind. Wichtige Kriterien hierbei sind bspw. das Baualter der Wohngebäude (maßgeblich sind hier Gebäude, die bis 1974 genehmigt wurden, da sich ab 1974 mit dem Inkrafttreten des Bundes-Immissionsschutzgesetzes („BImSchG“) die Rechtsgrundlage geändert hat), sowie das zahlenmäßige Gewicht der Wohnbebauung. Dieses bedeutet bspw., dass Lärmschutzwände nur dann errichtet werden, wenn dadurch eine größere Anzahl von (bis 1974 baugenehmigten) Wohngebäuden geschützt wird und auf diese Weise ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht wird.

 

Maßnahmen im Bereich des Buchholzer Stadtgebietes

Im Bereich des Buchholzer Stadtgebietes sind die beiden Bahnstrecken Bremen – Buchholz - Hamburg (Strecke 2200) sowie Buchholz – Maschen (Strecke 1280) durch besonders hohe Lärmbelastungen betroffen.

Für diese Strecken hat die durchgeführte Lärmuntersuchung ergeben, dass entlang von drei Streckenabschnitten „aktive Lärmschutzmaßnahmen“ in Form von Lärmschutzwänden zu verwirklichen sind:

 

a)      Lärmschutzwand 1 – Sprötzer Weg bis Seppenser Mühlenweg,            Länge 652 m,

b)      Lärmschutzwand 2 – Suerhoper Straße bis Canteleubrücke,              Länge 182 m,

c)      Lärmschutzwand 3 – Almastraße  bis Schaftrift,                                Länge 535 m.

 

Die Höhe dieser Lärmschutzwände variiert abschnittsweise jeweils zwischen 2,0 und 3,0 m.

Die Farbgebung der Wände soll mit der Stadt Buchholz i.d.N. abgestimmt werden.

Durch die Lärmschutzwände werden maximale Pegelminderungen von bis zu 11,0 dB(A) erreicht.

 

Zusätzlich sind nahezu auf gesamter Länge der beiden oben genannten Hauptstrecken „passive Lärmschutzmaßnahmen“ vorgesehen. Hierbei handelt es sich um Schallschutzfenster (und vergleichbare Einrichtungen), mit denen insgesamt ca. 290 Gebäude (!) ausgestattet werden.

 

Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang noch der Hinweis, dass es sich um freiwillige Leistungen des Bundes handelt, auf die kein Rechtsanspruch besteht.

 

In einer Stellungnahme der Verwaltung vom 01.10.2007 an die DB Projektbau GmbH ist die Durchführung der o. g. Maßnahmen grundsätzlich begrüßt worden.

Fragen zur Untersuchungsmethodik konnten zwischenzeitlich geklärt werden. Bspw. wurde durch die DB Projektbau GmbH klargestellt, dass zu erwartende Mehrverkehre in Folge der geplanten Y-Trasse in den maßgeblichen Prognosen der Lärmuntersuchung berücksichtigt wurden.

Der Wunsch auf Realisierung eines Geh- und Radweges hinter der Lärmschutzwand 1

ist der DB Projektbau GmbH mitgeteilt worden. Die Umsetzung erscheint jedoch nach erster Einschätzung als schwierig bis nahezu unmöglich, da insgesamt 9 Oberleitungsmasten im Wege stehen und die Lärmschutzwände anliegerseitig um die Masten herumgeführt werden müssen.

Welche Spielräume bestehen, eine solche Wegeverbindung ggf. trotz der o. g. Schwierigkeiten zu verwirklichen, wird derzeit noch mit der DB Netz abgeklärt.

Die o. g. Stellungnahme ist als Anlage 2 beigefügt.

 

Hinweis:

Zur Vorstellung der Planungen ist ein Vertreter der DB Projektbau GmbH in die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung am 28.11.2007 eingeladen worden.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

Keine

Anlagen:

Anlagen:

Anlage 1 - Übersichtskarte mit Lage der Lärmschutzwände

Anlage 2 – Stellungnahme der Verwaltung vom 01.10.2007

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtskarte mit Lage der Lärmschutzwände (215 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Stellungnahme der Verwaltung vom 01.10.2007 (220 KB)      


 

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