Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 06-11/0266

Betreff: "Friedwald" für Buchholz
hier: Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom 14.01.2008
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
OR Dibbersen Vorberatung
OR Holm-Seppensen Vorberatung
OR Sprötze Vorberatung
OR Steinbeck Vorberatung
OR Trelde Vorberatung
Ausschuss für Umwelt und Planung Vorberatung
20.02.2008 
11. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung (offen)   
Verwaltungsausschuss Entscheidung
28.02.2008    Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Anlagen:
Antrag Friedwald Bündnis 90 u. DIE GRÜNEN  

Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN:

Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN:

 

Der VA der Stadt Buchholz i.d.N. beschließt:

 

1.       Die Verwaltung wird beauftragt, ein für einen Friedwald geeignetes Grundstück in der Gemarkung Buchholz zu finden. Dabei ist sehr wichtig, dass schon ein gewisser älterer Baumbestand vorhanden sein sollte sowie Platz für Neuanpflanzungen ist.

 

2.       Die Verwaltung wird beauftragt, über die verschiedenen Möglichkeiten einen solchen Friedwald zu betreiben, zu recherchieren und zu berichten. Nach Vorlage dieser Ergebnisse kann dann der Rat eine Entscheidung treffen, wer und in welcher Form – ob privat oder öffentlich oder sogar von kirchlicher Seite – ein solcher Friedwald in Buchholz betrieben werden soll.

Begründung/Stellungnahme:

Stellungnahme:

Vorbemerkungen:

-     Federführend für diesen Antrag ist der Ausschuss für Umwelt und Planung.

-      Zum Begriff „FriedWald“:
Dieser Begriff ist urheberrechtlich geschützt und darf nur für Einrichtungen der FriedWald GmbH benutzt werden. Andere in der Form ähnliche oder gleiche Bestattungsbereiche müssen anders benannt werden. Daher wird in der Folge hier dieser Begriff nicht weiter verwendet.

 

Zu 1.:

Die Verwaltung ist grundsätzlich offen für ein derartiges Angebot für Bestattungen auf Buchholzer Stadtgebiet, auch in städtischen Waldbeständen.

Eine erste Kontaktaufnahme mit der Kirchengemeinde St. Paulus hat ergeben, dass auf dem Gelände des Waldfriedhofes kein Raum ist. Auch in dessen Umfeld auf städtischem Gelände ist nach Ortsbesichtigung kein geeigneter Bereich mit einer genügend großen Anzahl alter, großer und ‚charaktervoller’ Baumindividuen gegeben. Darüber hinaus erscheint der Stadtwald insgesamt eher ungünstig, da er nicht ein Raum in „unberührter Natur“ ist, sondern intensiv zur Naherholung genutzt wird. Darüber hinaus finden auch Sportveranstaltungen wie z.B. Mountainbike-Rennen statt. Daher werden auch in der Folge die Ansprüche an die Verkehrssicherungspflicht – insbes. Schutz vor herabfallendem Totholz – gestellt.

Ebenso wenig sind aus Sicht der Verwaltung im Außenbereich im Buchholzer gesamten Stadtgebiet keine Waldstandorte gegeben, die sich – auch nach Internetrecherche – für Formen der Waldbeisetzung eignen. Die FriedWald GmbH z.B. sucht i.d.R. Flächen von ca. 30 ha zur Einrichtung eines FriedWaldes.

 

Zu 2.:

Friedhofsträger können nur Gemeinden, Kirchen, Kirchengemeindeverbände oder Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sein, wenn sie Körperschaften, Stiftungen oder Anstalten des öffentlichen Rechts sind. Die Friedhofsträger können Dritte mit der Einrichtung und dem Betrieb eines Friedhofes oder auch eines Bestattungsfeldes in der Natur (wie z.B. Waldbeisetzungen) beauftragen. Die Verantwortung bleibt jedoch beim jeweiligen Träger (§ 13 (1) Nds. Bestattungsgesetz).
Derzeit sind zwei private Unternehmen bekannt, die Bestattungen im Wald durchführen:
- FriedWald GmbH, Griesheim
- RuheForst GmbH, Hilchenbach.

 

Intention der Verwaltung:

Es ist richtig, dass sich die Bestattungsformen in den letzten Jahren deutlich geändert haben. Die Verwaltung beobachtet diesen Trend und beabsichtigt, entsprechende Angebote zu schaffen.
So ist geplant, den nächsten Abschnitt der Erweiterung des Friedhofes Seppensen naturnah zu gestalten. Das Ziel sind organisch geformte kleinräumige Bestattungsflächen, die hainartig mit Bäumen und Baumgruppen überstanden sind. Blühaspekte sollen nur sparsam mit Ziersträuchern (z.B. Rhododendron) eingebracht werden. Die Bestattungsbereiche sollen darüber hinaus auch durch herbstliche Laubfärbungen gestalterische Akzente erfahren. Hierzu wird der nächste Erweiterungsabschnitt in den angrenzenden Kiefern-Jungwald gelegt, der entsprechend durch einen ersten Durchforstungsgang vorbereitet wurde. Hier haben sich auch schon Eichen, Vogelbeeren und Birken angesiedelt. Durch behutsames weiteres Entnehmen einzelner Kiefern und Ersatz mit Laubbäumen (Eichen, Buchen, Linden) soll ein ruhiger waldfriedhofartiger Friedhofsbereich entstehen, in dem Gräber allenfalls durch kleine Grabplatten oder Stelen markiert sind. Die einzelnen Grabstellen sind ansonsten nur mit Rasen bedeckt und haben auch keine Einfassung, so dass in sich homogene Bestattungsfelder für unterschiedliche Bestattungsformen in den Baumbestand eingestreut sind. Näheres ist ggf. detailliert im Zusammenhang mit dem Vorentwurf zur Gestaltung des Erweiterungsabschnittes festzulegen.

Die Verwaltung empfiehlt daher, sich zunächst auf die Erweiterung des Friedhofes Seppensen zu beschränken, die für 2008 geplant ist.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Nicht bekannt.

Anlage:

Anlage:

Antrag von Bündnis 90/Die Grünen vom 14.01.2008

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag Friedwald Bündnis 90 u. DIE GRÜNEN (137 KB)      


 

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