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Vorlage - DS 06-11/0208.001

Betreff: Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Steinbecker Straße
hier: Stellungnahme zum interfraktionellen Prüfantrag des Ortsrates Steinbeck vom 10.10.2007
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
DS 06-11/0208
Beratungsfolge:
OR Steinbeck Vorberatung
Ausschuss für Soziales und Ordnung Vorberatung
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Buchholz i.d.N. Vorberatung
Anlagen:
Anlage 208.001  

Interfraktioneller Prüfantrag des Ortsrates Steinbeck:

 

Begründung/Stellungnahme:

 

Der interfraktionelle Antrag des Ortsrates, der die Überprüfung der Möglichkeit der Schaffung eines ampelgesicherten Überweges oder einer Querungshilfe in der Steinbecker Straße zwischen dem Wanderweg zur Straße Eichholz und dem Fritz-Reuter-Weg zum Inhalt hatte, wurde bereits mit der DS 06-11/0208 vom 19.10.2007 umgedruckt und am 22.11.2007 vom VA einstimmig beschlossen.

 

 

 

Stellungnahme:

 

Als Möglichkeiten zur Sicherung des Fußgängers beim Überqueren der Fahrbahn kommen in Betracht:

 

  1. Zebrastreifen
  2. Fußgängerampel
  3. Mittelinsel

 

Für die Anlage genannter Querungshilfen finden die „Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001)“ Anwendung , die in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsausschuss Technische Fragen der Straßenverkehrsordnung der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen und der Bundesanstalt für Straßenwesen vom Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen erarbeitet wurden.

 

 

 

 

 





 

 

Einsatzbereiche für Fußgängerüberwege:

 

 

 

Auch eine Studie der Unfallforschung empfiehlt ebenfalls die Berücksichtigung der in der R-FGÜ 2001 genannten Verkehrsstärken, weil bei schwächerer Ausnutzung der Querungshilfen beim Fahrzeugführer mit der Zeit die erforderliche Aufmerksamkeit nachlässt.

 

 

 

Zu 1. Zebrastreifen

 

Die Anordnung eines Zebrastreifens kommt in Betracht, wenn der Querverkehr hinreichend gebündelt auftritt und Verkehrsstärken von 50 – 100 Fußgängern / Std. und 200 – 300 Fahrzeuge / Stunde erreicht werden.  Zählungen am 13.2. und 14.2.08, in den Zeiten zwischen 7.oo und 8.oo Uhr haben ergeben, dass am 14.2.08 lediglich 2 Schüler (aufgrund des geschätzten Alters Schüler des SZ II) die Fahrbahn im Bereich Steinbecker Straße / Wanderweg querten. Ferner wurde in Absprache mit der Schulleitung der Grundschule Steinbeck eine Elternbefragung mittels Fragebogen (Anlage 1) durchgeführt. Von den verteilten 170 Fragebögen kamen 72 zurück. Danach würden etwa 48 Schüler weiterhin den bisherigen Schulweg nutzen, lediglich 24  im Bereich des Wanderweges die Steinbecker Straße queren, um über die Henry-Stöver-Straße und Am Kattenberge die Schule zu erreichen.

Die geforderte Anzahl von Fußgängerquerungen ist daher nicht erreicht, so dass diese Voraussetzungen für die Anordnung eines Zebrastreifens nicht erfüllt sind. Weiterhin wird eine Erkennbarkeit und freie Sicht gefordert, die bei der dort zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h 100 m betragen soll; das ist hier durch den vorhandenen Kurvenverlauf der Straße  nicht der Fall.

 

 


 

 

 

 

 

Zu 2. Ampel:

 

Voraussetzung für die Anlage einer Fußgängersignalanlage ist ein Stundenaufkommen von mehr als 450 Fahrzeugen und 50 – 100 Fußgängern/h, dies ist hier nicht erfüllt.

In der Zeit vom 13.2. bis 11.3.2008 wurde mit den vorhandenen Zählgeräten (ohne visuelle Geschwindigkeitsanzeige) der Fahrzeugverkehr in beiden Richtungen gezählt. Die Auswertung ergab eine durchschnittliche Belastung von 230 Fahrzeugen/Std. stadteinwärts sowie 220 Fahrzeugen/Std. Richtung B 75, wobei stadteinwärts etwa 95 % und Richtung B 75 etwa 78 % der Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von unter 60 km/h fuhren.

 

Zu 3. Mittelinsel:

 

Auch für die Anlegung einer Mittelinsel gelten o.g. Richtlinien, deren Vorgaben wie oben aufgeführt nicht erfüllt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass sich vor der infrage kommenden Stelle aus Richtung B 75 kommend eine Kurve befindet. Die rechtzeitige Erkennbarkeit ist daher nicht gewährleistet. Auf die Ausführungen der Polizeiinspektion Winsen (Luhe), Herr PHK Reinhard (Anlage 2) wird verwiesen.

 

Fazit:

 

Als Ergebnis bleibt festzustellen, dass die Voraussetzungen für die Anlage einer Querungsstelle in dem gewünschten Bereich nicht gegeben sind.

 

Im Übrigen ist der festgelegte Schulweg (Anlage 3) zur Grundschule durch zwei Fußgängersignalanlagen gesichert, so dass aus Sicht der Verkehrsbehörde kein Handlungsbedarf besteht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen: 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Anlage:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 208.001 (129 KB)      
Stammbaum:
DS 06-11/0208   Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Steinbecker Straße hier: Interfraktioneller Prüfantrag des Ortsrates Steinbeck vom 10.10.2007   FB 30 - Recht und Ordnung   Entscheidung
DS 06-11/0208.001   Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Steinbecker Straße hier: Stellungnahme zum interfraktionellen Prüfantrag des Ortsrates Steinbeck vom 10.10.2007   FB 30 - Recht und Ordnung   Information


 

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