Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 11-16/0058.029

Betreff: Machbarkeit einer Straßen- und Wegeverbindung "Am langen Sal"
hier: Stellungnahme der Verwaltung
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtplanung, Mobilität, Bauen und Ordnung Vorberatung
27.05.2015 
27. Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Mobilität, Bauen und Ordnung (offen)   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

 

Allen Mitgliedern des Rates der Stadt Buchholz i

Stellungnahme:

 

 

Im Sinne des Protokolls der VA-Sitzung vom 20.11.2014 (TOP 2.1 Dringlichkeitsanträge) wurde eine Summe von 12.000,- € zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den beschrieben Straßenzug im Haushalt 2015 bereit gestellt und ein Auftrag an das Planungsbüro PGT, Hannover erteilt.

 

Die „Lange Sal-Trasse“ wurde in den vergangenen Jahren als mögliche Alternative zum Ostring schon mehrfach diskutiert. Die Trasse beginnt im Bereich Canteleu-Brücke mit einem Kreisverkehrsplatz, führt neben der Bahnstrecke in Richtung Sportzentrum und nimmt kurz vor dem erforderlichen Eisenbahntunnel die ursprüngliche Ostringtrasse in Richtung Norden wieder auf.

 

Letztmalig wurde diese Straßenführung im Rahmen des Mobilitätskonzeptes einer verkehrsplanerischen Ersteinschätzung unterzogen. Im Ergebnis würde der Straßenzug laut Mobilitätskonzept deutlich weniger Entlastungswirkung auf dem Straßenzug „Canteleu-Brücke, Kirchenstraße, Hamburger Straße“ zeigen als der Ostring; zudem sei eine mögliche Klassifizierung als Kreisstraße wenig wahrscheinlich. Da diese im Rahmen des Mobilitätskonzeptes erstellte Ersteinschätzung ohne verkehrsplanerische Modellrechnung und ohne konkrete Trassierungsdetails erfolgte, sollte die nun vorliegende Machbarkeitsstudie auf der Grundlage neuester Verkehrsbelastungszahlen und dem neuen „Verkehrsmodell“ aus dem Jahr 2014 detaillierte Ergebnisse erbringen. 

 

Nach Vorliegen der Entwurfsfassung der Studie wurde die Abteilung Kreisstraßen des Landkreises Harburg gebeten, eine Stellungnahme zu verfassen. Ziel dieser Stellungnahme war die Prüfung, ob und unter welchen Bedingungen eine solche Straßenführung die Funktion einer Kreisstraße übernehmen kann. Diese Stellungnahme liegt der Verwaltung seit dem 23. April vor.

 

Sowohl der Landkreis als auch die Verwaltung haben nach Vorliegen dieser Entwurfsfassung nach Möglichkeiten gesucht, z.B. die festgestellte eingeschränkte Leistungsfähigkeit des erforderlichen Kreisverkehrsplatzes zwischen den beiden Canteleu-Brücken durch Planung eines „Bypasses“ zu verbessern. Darüber hinaus wurden weitere Optimierungen im Zusammenhang mit „kreisstraßentauglichen“ Kurvenradien und weiteren Entwurfsinhalten geprüft, um planerisch alle Optimierungsmöglichkeiten auszuschöpfen.  

 

Die endgültige Studie sowie die Stellungnahme des Landkreises wurden im Rahmen der DS 11-16/0058.028 vom 24.04.2015 bereits ohne Stellungnahme verteilt, um zu Beginn der Mediation im Rahmen des Berufungsverfahrens „Ostring“ vorzuliegen.

 

Machbarkeitsstudie und Stellungnahme des Landkreises bestätigen im Ergebnis, dass die Lange-Sal-Trasse deutlich weniger Entlastungswirkung zeigt als die Ostringtrasse. Zudem sei es so gut wie ausgeschlossen, dass diese Trasse die Voraussetzungen als Kreisstraße erfüllen kann. Die Details hierzu sind den beiden Dokumenten zu entnehmen.

 

Zusammengefasst ist festzustellen, dass diese Trasse nicht leistungsfähig genug ist, um die Innenstadt und insbesondere die stark belasteten Verkehrsknoten Canteleu-Brücke und Bendestorfer Straße/Hamburger Straße wirksam zu entlasten. Zudem wäre eine solche Straße lediglich als kommunale Straße und nicht als Kreisstraße einzuschätzen und daher von der Stadt Buchholz grundsätzlich allein  - ohne Kostenteilung mit dem Landkreis – zu realisieren.

 

Aus der Sicht der Verwaltung sollte daher von einer Realisierung einer solchen Trasse als Alternative zum Ostring Abstand genommen werden.

 

Im Sinne der Formulierung der Aufgabenstellung ist die Schaffung einer Wegeverbindung auf dieser Trasse durch Fuß- und Radwege jedoch uneingeschränkt sinnvoll und wurde von der Verwaltung auch stets unterstützt. Ferner könne der vorhandene Straßenzug „Am Langen Sal“ im Zusammenhang mit einer denkbaren städtebaulichen Entwicklung im Osten der Stadt – die im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ISEK vorgeschlagen wurde – durchaus Erschließungsbedeutung für eine östliche Siedlungsentwicklung haben. Eine genaue Einschätzung wäre anhand städtebaulicher Rahmenpläne für die östlichen Entwicklungsräume vorzunehmen.

 

Hinweis:

Zur Sitzung des StaMoBauO am 27. Mai 2015 wird ein Tagesordnungspunkt zu diesem Thema eingerichtet und der Verkehrsgutachter Herr Losert von Büro PGT, Hannover sowie Herr Karstens vom Landkreis Harburg, Abteilung Kreisstraßen eingeladen, um die Ergebnisse zu präsentieren.


Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine.

Anlagen:

 



 

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