Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 16-21/0262.001

Betreff: Knoten Hamburger Straße - Bendestorfer Straße/Schützenstraße als Kreisverkehrsanlage jetzt
Antrag der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Buchholz i.d.N. vom 01.10.2017
Stellungnahme der Verwaltung
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Vorberatung
08.11.2017 
4. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (HH) (offen)     
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Der nachfolgende Antrag wurde bereits als Entscheidungsdrucksache mit der DS 16-21/0262 umgedruckt und wird hier nur zur besseren Lesbarkeit wiedergegeben.

 

 

Antrag der FDP-Fraktion:

 

Der Verwaltungsausschuss möge beschließen:

 

 Die Verwaltung nimmt umgehend Planungen zur Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes an dem Knoten Hamburger Straße Bendestorfer Straße/Schützenstraße auf.

 

 Die Verwaltung nimmt umgehend Gespräche mit der Kreisverwaltung mit dem Ziel auf, eine zügige Entwicklung zur Umgestaltung dieses so bedeutenden Knotens für den Verkehrsfluss in der Buchholzer Innenstadt zu realisieren.

 

 Die Verwaltung ermittelt die gesamten Projektkosten und stimmt den Beteiligungsanteil mit dem Landkreis dafür ab. Die Kosten werden dem Rat vorgelegt.


Stellungnahme der Verwaltung:

 

Der Verkehrsknoten ist seit vielen Jahren als „neuralgischer Punkt“ im Verkehrsnetz bekannt. Es wurden verschiedene Lösungsansätze geprüft, die Leistungsfähigkeit des Knotens zu optimieren. Aufgrund der durch die angrenzende Bebauung vorgegebenen räumlichen Grenzen war bislang die Schaffung eines Kreisverkehrsplatzes nicht darstellbar. Ein sogenannter „Minikreisel“ (Außendurchmesser 16 26 m) könnte zwar in die gegebenen räumlichen Grenzen eingepasst werden, schafft aber die erforderliche Leistungsfähigkeit nicht annähernd. Neben den Ergebnissen diverser Verkehrsuntersuchungen wurde dies letztlich auch durch eine computergestützte sog. Verkehrssimulation deutlich.

 

Dieses vorangestellt bleibt zu ergänzen, dass auf diesem Knoten ein bedeutender Anteil regionaler Verkehre  abgewickelt wird, der mangels einer leistungsfähigen Umfahrung der Stadt auf den beteiligten Kreisstraße in die Innenstadt von Buchholz einfahren muss. Insofern bestand ursprünglich die Strategie, diese regionalen Verkehrsanteile durch eine Ostumgehung reduzieren zu können, um dann mit einer deutlich geringeren Belastung einen Umbau des Knotens z.B. zu einem Kreisverkehrsplatz forcieren zu können. 

 

In den letzten Jahren wurde der Verkehrsknoten ebenso wie die anderen überlasteten Knoten Kirchenstraße/Adolfstraße sowie auf der „Canteleu-Brücke“ durch moderne verkehrsabhängige Lichtsignalanlagen (LSA) weitestgehend optimiert. Auch in diesem Segment der LSA-Technik sind keine weiteren Steigerungen der Leistungsfähigkeit mehr darstellbar.

 

Im Rahmen des „Leitprojektes Innenentwicklung“ wurde durch Gespräche mit den beteiligten Grundeigentümern an dieser Kreuzung eine neue Perspektive entwickelt. So wurde besprochen, durch ein Bebauungsplanverfahren die Baugrenzen dieser angrenzenden Gebäude so weit zurückzunehmen, dass der Bau eines sog. „Kleinen Kreisverkehrsplatzes“ (Außendurchmesser 26 - 40m) möglich wird. Den Eigentümern wurde ein entsprechender Ausgleich der Grundstücksverluste durch z.B. höhere Ausnutzbarkeiten bzw. zusätzliche Geschosse in Aussicht gestellt und von drei der vier Eigentümer eine entsprechende Kooperation in Aussicht gestellt. Es wurde ferner vereinbart, dass die Stadt Buchholz als Veranlasser die Kosten für ein derartiges Bebauungsplanverfahren zu übernehmen hat. Demzufolge hat die Verwaltung entsprechende Mittel für den Haushalt 2018 eingeworben und würde das Planverfahren in 2018 starten. Eine Illustration aus dem Leitprojekt Innenentwicklung wird dieser DS als Anlage beigefügt. 

 

Im Rahmen dieses B-Planverfahrens würde über die städtebaulichen Anpassungen hinaus auch eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt, welche die Leistungsfähigkeit eines „Kleinen Kreisverkehrsplatzes“ erneut prüfen würde. In diesem Kontext wären selbstverständlich etwaige Ergebnisse des Projektes „Buchholz 2025plus“ zu würdigen und gutachtlich im Rahmen einer aktuellen Modellrechnung/Verkehrsumlegung zu prüfen. 

 

Gleichzeitig werden Gespräche bzw. Abstimmungen mit dem Landkreis Harburg als Straßenbaulastträger für drei der vier Knotenpunktarme im Rahmen des Planverfahrens zu führen sein. 

 

Zusammengefasst wird daher empfohlen, dem Antrag in der vorliegenden Form nicht zu folgen, sondern zunächst das angesprochene Bebauungsplanverfahren abzuwarten. 


Finanzielle Auswirkungen:

 

Ca. 20.000,00 Kosten B-Plan inkl. Verkehrsuntersuchung.


Anlage:

Illustration Knoten Hamburger Straße/Bendestorfer Straße aus dem „Leitprojekt Innenentwicklung“.



 

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