Stadt Buchholz in der Nordheide

?

Seiten-Inhaltsbereich

Ratsinformationssystem


Vorlage - DS 16-21/0179.003

Betreff: Buchholz 2025 Ratswerkstatt
Antwort auf die Anfrage der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Buchholz vom 17.12.2017
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Herr LoginowskiBezüglich:
DS 16-21/0179.002
Federführend:FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Buchholz i.d.N. Vorberatung

 


Die Anfrage wurde mit der DS 16-21/0179.002 vom 21.12.2017 bereits umgedruckt. Hier aus Gründen der Übersichtlichkeit noch einmal der Text der Anfrage.

 

Bei einer Ausführung der östlichen Entlastungsstraße als Gemeindestraße ist die Stadt Buchholz i.d.N. als Baulastträger für die Finanzierung aller damit zusammenhängenden Bauwerke verantwortlich. Bei Ausführung als Kreisstraße soll eine Teilfinanzierung durch den Landkreis erfolgen und die vorhandenen Kreisstraßen einschließlich aller Bauwerke sollen von der Stadt übernommen werden, sofern in der Zwischenzeit mit dem Landkreis nichts anderes verhandelt ist.

 

  • nach welchem Verfahren und mit welchem Ergebnis hat die Verwaltung ggf. gemeinsam mit dem Landkreis eine Kostenvergleichsrechnung für die beiden Alternativen erstellt, die u.a. folgende Gegebenheiten berücksichtigt?
     
  • Lebensalter der vorhandenen Kreisstraßen,
     
  • nftiger Aufwand für Unterhaltung und ggf. Erneuerung,
     
  • Zuschüsse aus GVFG-Mitteln,
     
  • Anforderung an die Bauleitplanung (B-Plan<>Planfeststellung),
     
  • welche weiteren Daten sind erforderlich, um diese Kostenvergleichsrechnung durchzuführten und welcher Zeitaufwand wird für eine ggf. notwendige Beschaffung angesetzt?
     

Der „Ringschluss“ beinhaltet zwei Eisenbahnkreuzungen sowie flächenintensive Einschleifungen am nördlichen und südlichen Ende der Variante 7.

 

  • Welchen zwingenden Grund haben die schleifenden Zu- und Abführungen am nördlichen und südlichen Ende?
     
  • Welche finanziellen Auswirkungen hätte der Verzicht auf diese Schleifen?
     
  • Mit welchem Ergebnis hat die Verwaltung eine (im Rahmen einer Gesamtkonzeption) schrittweise Realisierung des Bauvorhabens geprüft?
     
  • Welche verkehrlichen Auswirkungen hätte die ausschließliche Realisierung einer Spange vom Nordring bis zur Lüneburger Straße insbesondere auf den Knoten Soltauer Straße/Lüneburger Straße (Canteleu-Brücke) sowie Bendestorfer Straße/ Hamburger Straße?
     
  • Welche finanziellen Auswirkungen hätte der Verzicht auf die südliche Anbindung?

 

Im Bereich des Gleisdreiecks östlich des Finanzamtes befindet sich nennenswerter Grundbesitz der Stadt Buchholz i.d.N.

 

  • Welche Vorüberlegungen gibt es für den Einsatz dieser Grundstücke zu Gunsten der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft?
     
  • Mit welchem zeitlichen Ablauf ist hierbei zu rechnen?

 

Antwort der Verwaltung:

 

Die Fragestellungen insbesondere zu den technisch-finanziellen Rahmenbedingungen sind so umfassend und vielschichtig, dass eine  nachhaltige Beantwortung auf der Basis der bisher vorliegenden Planungstiefe nicht möglich ist. Vielmehr sollte angesichts des Prüfungsaufwandes aus der Sicht der Verwaltung zunächst ein politischer Grundsatzbeschluss des Rates erfolgen.

 

Auf der Grundlage eines solchen Beschlusses werden alle in der Anfrage genannten Sachverhalte sowie weitere Planungsaspekte mit dem Landkreis Harburg detailliert geklärt. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden in einer Drucksache aufbereitet bzw. werden im Rahmen von vertraglichen Regelungen mit dem Landkreis vereinbart und jeweils gesondert beraten.

 

Vorab sind Einschätzungen zur verkehrlichen Wirkung einzelner Bestandteile einer Ortsumfahrung möglich. So sind die in der Anfrage genannten „Einschleifungen“ im Norden und Süden erforderlich, um die Verkehrsteilnehmer von den bestehenden Kreisstraßen K13 (Im Norden) sowie K28 (Im Süden) „automatisch“ auf die neue Kreisstraße zu führen. Dies ist grundsätzlich im Sinne der Stadt Buchholz, um einen möglichst umfassenden Teil der Regionalverkehre um die Innenstadt herumzuführen. Verzichtet man auf diese „Einschleifungen“, müsste sich der Verkehrsteilnehmer durch Abbiegevorgänge bewusst und aktiv für eine Fahrt auf die Ortsumfahrung entscheiden bzw. würde „automatisch“ auf die alte Route in die Innenstadt geführt. Daher sollte auf diese Art von „Einschleifungen“ nicht verzichtet werden. Die Verwaltung ist sich der Problematik des Flächenverbrauchs bewusst und wird in der weiteren Durcharbeitung zusammen mit dem Landkreis anstreben, die Fläche für diese Einschleifungen zu reduzieren, ohne die verkehrliche Funktionalität einzuschränken. 

 

Zur Frage einer schrittweisen Realisierung der Gesamtplanung vertritt die Verwaltung der Auffassung, dass grundsätzlich eine rasche Bereitstellung von Wohnraum anzustreben ist. Ein etwaiges Planfeststellungsverfahren für eine Ortsumfahrung sollte nicht abgewartet werden. Es wurde seitens der Verwaltung bereits veranlasst, dass durch das Verkehrsplanungsro PGT aus Hannover auf der Basis des Verkehrsmodells der Stadt Buchholz aktuell geprüft wird, wie viele Wohneinheiten mit der entsprechenden Verkehrserzeugung noch auf der Grundlage des bestehenden Verkehrsnetzes entwickelbar wären.

 

Als nächstes ist ein städtebaulicher Rahmenplan für die Gesamtplanung zu entwickeln, aus dem dann die genannten ersten Bauabschnitte im Wege von Bauleitplanverfahren vorbereitet werden. Die vorgenannten Schritte sind daher bereits im Rahmen des genannten politischen Grundsatzbeschlusses zu berücksichtigen.


Zur Frage des Verzichts auf den südlichen Ringschluss der Ortsumfahrung kann hinsichtlich der verkehrlichen Auswirkungen bereits gesagt werden, dass die Entlastungswirkung der Innenstadt geringer werden würde. Dies ist angesichts der insgesamt sehr hohen Verkehrsbelastung der Innenstadt auch unter Betrachtung der Verkehre aus den neuen Wohngebieten möglichst zu vermeiden.

 

Der Verzicht auf eine direkte Zuführung der Südstadtverkehre ist aus der Sicht der Verwaltung zudem nicht zu empfehlen, da anderenfalls alle Verkehre aus dem Süden einschl. der bestehenden Südstadt und ggf. auch der Rütgersflächen weiterhin gezwungen wären, in die Innenstadt bis zur Canteleu-Brücke zu fahren.

 

Der Einsatz von stadteigenen Grundstücken zu Gunsten der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft wird von der Verwaltung grundsätzlich als naheliegend betrachtet. Eine belastungsfähige Aussage über die detaillierte Ausbildung ist erst im Gesamtzusammenhang der städtebaulichen Planung für das Gebiet möglich.

 

Es wird angestrebt, unter Federführung der Verwaltung eine städtebauliche Grundsatzplanung für das gesamte Gebiet als Städtebauliches Konzept zu erstellen. Darauf basierend wird im Anschluss entschieden, welche Bereiche direkt bearbeitet und welche über Städtebauwettbewerbe weitergehend zu vertiefen sind.


 


 



 

Wählen Sie Ihre Icons/Themen

Schließen
Sie können bis zu vier Anwendungen auswählen.
Weitere Anwendungen werden nicht angezeigt.
Stellenangebote
Familienbüro
Dienstleistungen
Personen
Formularübersicht
Amtliche Bekanntmachungen
Terminanfrage
Jugendzentrum
Stadtplan
Ausschreibungen
Auswahl speichern