Stadt Buchholz in der Nordheide

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Vorlage - DS 16-21/0176.008

Betreff: Erweiterung GE II, Technologie- und Innovationspark
Stellungnahme zum Antrag der Fraktion SPD - Bündnis 90/Die Grünen im Ortsrat Dibbersen vom 05.07.2017
Status:öffentlichVorlage-Art:Information
Verfasser:Herr Lau
Federführend:FB 40 - Fachdienst Stadtplanung   
Beratungsfolge:
OR Dibbersen Vorberatung
Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Vorberatung
28.02.2018 
6. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt und des Ortsrates Dibbersen (offen)     
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Der nachfolgende Antrag wurde bereits als Entscheidungsdrucksache mit der DS 16-21/0176.003 umgedruckt und wird hier nur zur besseren Lesbarkeit wiedergegeben.

 

 

Antrag der Fraktion SPD-ndnis 90/Die Grünen im Ortsrat Dibbersen:

 

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:

 

1.Im nördlichen Bereich des B-Planes Gewerbegebiet Vaenser Heide Erweiterung II wird eine max. Bauhöhe von 4 m Traufhöhe und 7 m Firsthöhe analog zum südlichen Bereich des B-Planes Harburger Str. festgelegt. Als Bezugsgrundlage gilt die jeweilige Geländehöhe der Erschließungsstraße.

 

2.r Werbeanlagen gelten die Vorschriften des B-Planes „Gewerbegebiet II Vaenser Heide Erweiterung“ mit Ausnahme folgender Maßnahmen: Werbeanlagen im nördlichen Bereich im geplanten Technologie- und Innovationspark in Sichtbeziehung zur Ortschaft sind unzulässig.

 

3.Werbung ist ausschließlich an der Stätte der Leistung zulässig.

 

4.Das Gewerbegebiet ist mit einem Grüngürtel entsprechend der Breite der vorhandenen Grüngürtel einzufassen. Im nördlichen Bereich ist alle 50 m² ein Baum und alle 2 m² ein Strauch zu pflanzen (entsprechend Festsetzung A2 im B-Plan Gewerbegebiet Vaenser Heide Erweiterung).

 

5.Die Streuobstwiese soll erhalten bleiben.

 

6.Die Anteile des Innovations-und Technologieparks betragen mindestens 35 % des ausgewiesenen Baulandes. Durch vertragliche Regelungen ist sicherzustellen, dass die Zweckbindung bestehen bleibt und keine Umwandlung in klassisches Gewerbe erfolgt.


Stellungnahme:

 

1.Gebäudehöhen

 

Selbst eingeschossige Wohnhäuser erreichen bei Ausbildung eines Satteldaches üblicherweise Firsthöhen von bis zu 9 m (vgl. aktuellen B-Plan Bremer Str./Grenzweg). Eine derartige Höhenbeschränkung wäre daher weder in Wohngebieten noch in Gewerbegebieten vertretbar.

Allerdings wurde die Höhensituation im Sinne der Ergebnisse der letzten Gewerbegebietsplanung in diesem Bereich (Bebauungsplan „Gewerbegebiet II, Vaenser Heide, Erweiterung“) in die vorliegende Planung übernommen bzw. weitergeführt. Der gesamte nördliche Abschnitt, der eine Außenwirkung zur Ortschaft Dibbersen bzw. der Kreisstraße 13 erzeugt, ist daher für eine maximale Gebäudehöhe von 10 m vorgesehen.

Es wird aktuell ein Höhenmodell sowie ein Geländeschnitt vorbereitet. Hierdurch werden Einschätzungen zur Höhensituation ermöglicht. Schnitt und Modell sollen zur Beratung des Beschlusses über die frühzeitigen Beteiligungsschritte vorliegen. 

 

2. und 3. Werbeanlagen

 

Zu den in einem Gewerbegebiet allgemein zulässigen Gewerbebetrieben gehört als eigenständige gewerbliche Hauptnutzung auch eine Anlage der Werbung und Fremdwerbung.

Nach geltender Rechtsprechung ist ein genereller Ausschluss von (Fremd-)Werbung in einem Gewerbegebiet unzulässig, da Werbeanlagen in einem Gewerbegebiet grundsätzlich zulässig sind und deshalb nicht in generalisierender Weise aus einem solchen Gebiet verdrängt werden können.

Grundsätzlich sollen sich die Festsetzungen und die örtliche Bauvorschrift an den Inhalten in den Bebauungsplänen „Gewerbegebiet II, Vaenser Heide“ und „Gewerbegebiet II, Vaenser Heide, Erweiterung“ orientieren. Hier sind u.a. Einschränkungen der Höhe und nächtlichen Beleuchtungsdauer von Werbeanlagen enthalten.

 

4.Grüngürtel

 

Die derzeitige Planung sieht vor, die Gewerbegebietserweiterung durch einen ca. 20 bis 30 m breiten Grüngürtel einzugrünen. Diese Breite entspricht in etwa dem vorhandenen Grüngürtel im südlich angrenzenden Gewerbegebiet II. Die Bepflanzung wird differenziert vorgenommen, d.h. je nach Standort werden dichte, baumdominierte, bspw. entlang der Bundesstraße 75 zur Eingrünung in die offene Landschaft, sowie strauchdominierte und lockerere Bepflanzungen vorgesehen. Die Pflanzdichten sollen sich an den Festsetzungen im vorhandenen Gewerbegebiet II orientieren.

 

5.Streuobstwiese

 

Eine Erhaltung der Streuobstwiese am derzeitigen Standort ist nicht darstellbar, da die weitere gewerbliche Entwicklung unter Nutzung der vorhandenen, heute einseitig angebauten Erschließung an dieser Stelle Bauflächen nahelegt.

Allerdings soll die Streuobstwiese in Teilen in die neue Planung übernommen werden. Die geplante Erhaltung der Streuobstwiese umfasst derzeit eine Flächengröße von rd. 2.700 qm, somit rd. 30 % des aktuell vorhandenen Bestandes. Im Bereich des Grünstreifens entlang der Kreisstraße 13 wird in einem weiteren Abschnitt die Entwicklung einer Streuobstwiese vorgesehen, mit einer geplanten Flächengröße von aktuell 3.700 qm.

Des Weiteren werden zur Eingrünung und landschaftsgerechten Neugestaltung des Landschaftsbilds am Ortseingang Pflanzungen von Obstbaumgruppen in den flächigen Maßnahmenflächen integriert.

 

6.Anteil Innovations-und Technologiepark

 

Im Entwurf des noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrages ist eine Regelung enthalten, welche die Anteile des Innovations- und Technologieparks auf mindestens 35 % des ausgewiesenen Baulandes festschreibt. Weiterhin werden die Festsetzungen des Bebauungsplanes so gewählt, dass die jeweilige Zweckbindung unterstützt wird.

 

Zusammenfassend empfiehlt die Verwaltung dem Antrag nicht zuzustimmen.


Finanzielle Auswirkungen:

 

Ohne.


 



 

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